Von den 67.000 Google-Suchanfragen, die jede Sekunde durchgeführt werden, sind etwa die Hälfte lokale Suchanfragen.
Außerdem wissen wir, dass 92 Prozent aller Klicks auf Seite 1 der Suchergebnisse erfolgen.

Die Formel, um lokalen organischen Traffic zu generieren, ist also ganz klar: Richten Sie Ihre Inhalte geografisch aus und bringen Sie sie auf Seite 1.
Aber wie? Wo fängt man an?
Was ist lokales SEO?
Lokale Suchmaschinenoptimierung (auch bekannt als Local SEO) umfasst die Maßnahmen von Unternehmen, die ihre Online-Sichtbarkeit gezielt für eine lokale Zielgruppe erhöhen sollen. Sie ähnelt der allgemeinen Suchmaschinenoptimierung, ist jedoch stärker standortbezogen, was zu unterschiedlichen Taktiken und Ranking-Faktoren führt.
Lokale Suchmaschinenoptimierung umfasst die Maßnahmen von Unternehmen, die ihre Online-Sichtbarkeit gezielt für eine lokale Zielgruppe erhöhen sollen.
Wie Sie sich vorstellen können, sollte lokales SEO definitiv zu Ihrem Repertoire gehören, wenn Sie ein Unternehmen mit starker lokaler Präsenz betreiben. Wenn Sie beispielsweise einen oder mehrere stationäre Standorte haben, ist es unerlässlich, dass Kunden Ihre genaue(n) Adresse(n), Telefonnummern, Öffnungszeiten, Angebote, Werbeaktionen und Bewertungen kennen, bevor sie den Weg zu Ihnen auf sich nehmen.
Umgekehrt ist lokale Suchmaschinenoptimierung möglicherweise nicht so wichtig, wenn Ihr Unternehmen hauptsächlich online tätig ist und keine physischen Produkte verkauft. Das liegt daran, dass Ihre Zielgruppe oder Ihre Zielkunden unabhängig vom Standort bei Ihnen einkaufen können.
Um lokale Kunden anzusprechen, benötigen Sie eine lokale Präsenz – sowohl digital als auch physisch.
Local SEO im B2C- vs. B2B-Bereich
Während lokales SEO traditionell ein Weg für stationäre B2C-Unternehmen ist, können auch B2B-Marken in diesem Bereich Fuß fassen.
Wenn Ihr B2B-Unternehmen im Großhandel tätig ist und normalerweise nicht direkt an Endkunden verkauft, könnte es für Sie sinnvoll sein, genau diesen Schritt zu überdenken. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie auf eine lange Unternehmensgeschichte in einer bestimmten Region zurückblicken. Stellen Sie sich zum Beispiel ein Obst- und Gemüselager vor. Das Obst und Gemüse wird in der Regel an Supermärkte verkauft, aber Anwohner in der Nähe des Lagers sind dennoch herzlich eingeladen, vorbeizukommen und Obst und Gemüse zu Großhandelspreisen abzuholen – anstatt jedes Mal zu Lidl oder Netto fahren zu müssen.
Das Gleiche könnte für einen Fachhandel für Kfz-Ersatzteile gelten. Der Hauptumsatz wird dort zwar durch den Verkauf an Kfz-Werkstätten, andere Autoteilehändler oder Schrottplätze erzielt. Ein Teil des Umsatzes könnte jedoch auch aus dem Direktverkauf an Verbraucher im stationären Geschäft stammen, wahrscheinlich an solche, die über ein gewisses Maß an Erfahrung im Umgang mit Autos verfügen.
In diesen Fällen ist lokales SEO eine umsatzsteigernde Ergänzung zu herkömmlichen Vertriebskanälen. Sie ist ein einfacher Weg, um zusätzliche Markenpräsenz, Umsatzsteigerungen und Kundenvertrauen zu erzielen.
Das soll nicht heißen, dass B2B-Unternehmen, die nicht in diese Kategorien fallen, aus dem Schneider sind. JEDES Unternehmen benötigt korrekte Firmeninformationen, die im Internet abrufbar sind, insbesondere wenn es über mehrere Standorte verfügt. Im Prinzip ist das einfach klassischer Kundenservice und gesunder Menschenverstand. Local SEO kann in gesättigten Märkten ebenfalls für eine einfache Differenzierung sorgen. Wenn ich weiß, dass ein Softwareanbieter in meiner Stadt – Berlin – einen wirklich guten Ruf genießt, hat er sofort einen Vorteil gegenüber einem Anbieter, bei dem das nicht der Fall ist, oder sogar gegenüber einem, der zwar einen guten Ruf hat, aber nur in Aschaffenburg oder einer anderen Stadt, die mich nicht interessiert.
JEDES Unternehmen benötigt korrekte Firmeninformationen, die im Internet abrufbar sind, insbesondere wenn es über mehrere Standorte verfügt. Im Prinzip ist das einfach klassischer Kundenservice und gesunder Menschenverstand.
Warum die Optimierung für die lokale Suche 2026 ein Muss ist
Wie bereits eingangs erwähnt, hat die Hälfte aller Google-Suchanfragen einen lokalen Bezug: Die Menschen suchen nach Produkten und Dienstleistungen in ihrer unmittelbaren Stadt oder Nachbarschaft; sie wollen eine vertrauenswürdige und schnelle Abwicklung.
Auf lokale Suchmaschinenoptimierung zu verzichten, ist, als würde man bestehenden und zukünftigen Kunden sagen: „Ich habe kein Interesse an euren Aufträgen.“ Und sobald Sie Signale aussenden, dass Ihr Unternehmen nicht so seriös ist wie das eines Mitbewerbers, haben Sie verloren. Einfache Maßnahmen wie anklickbare Links aus Google Maps, ein Eintrag auf Yelp oder anderen Branchenverzeichnisssen und eine aktuelle geschäftliche Telefonnummer gehören heute einfach dazu: Wenn Sie nicht in der Lage sind, diese Mindestanforderungen zu erfüllen, schaden Sie sich selbst und untergraben das Vertrauen Ihrer Kunden.
Bevor wir uns eingehender mit einer umfassenden lokalen SEO-Strategie befassen, finden Sie im Folgenden weitere schnelle Maßnahmen, die unverzichtbar sind:
- Branchenverzeichnisse: Google My Business (GMB), Yelp, die Gelben Seiten und andere branchenspezifische Online-Verzeichnisse sollten ordnungsgemäß mit Ihrem Firmennamen, Ihrer Adresse und Ihrer Telefonnummer ausgefüllt sein.
- Kundenbewertungen: Bewertungen, Rezensionen und Erfahrungsberichte früherer Kunden sollten in diesen lokalen Verzeichnissen (sowie auf Ihrer Website und in Ihren sozialen Kanälen) gut sichtbar präsentiert werden, damit potenzielle Kunden schnell erkennen können, wie seriös Ihr Unternehmen ist. Bewertungen sind zudem ein wichtiger Faktor, um Suchmaschinen zu signalisieren, dass Ihr Unternehmen ideal zu einer lokalen Suchanfrage passt.
- Eingehende Links: Wie auch bei der allgemeinen Suchmaschinenoptimierung sind Links von Websites Dritter entscheidend für Ihr organisches Ranking-Potenzial und die allgemeine Sichtbarkeit Ihrer Marke. Wenn maßgebliche lokale Websites auf Ihre Seite verlinken, leiten diese qualifizierten, geografisch zielgerichteten Traffic auf Ihre Website weiter.
Zudem verknüpft Google Suchanfragen mit bestimmten Arten von Suchergebnissen. Im Bereich der lokalen Suchmaschinenoptimierung werden diese als „Local Business Cards“ bezeichnet, und es gibt verschiedene Formate, in denen sie erscheinen. Mehr dazu hier.
Rankingfaktoren für lokales SEO
Moz kategorisiert die wichtigsten lokalen SEO-Rankingfaktoren wie folgt:
- Linksignale
- On-Page-Signale
- Signale durch Nutzerverhalten
- Signale Ihres Google-Unternehmensprofils
- Signale aus Verzeichnissen
- Personalisierung
- Signale durch Kundenrezensionen
- Social-Media-Signale
Man kann auch erkennen, wie viel Gewicht bzw. Bedeutung SEO-Experten bestimmten Faktoren im Vergleich zu anderen beimessen. So herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass Faktor Nr. 1 tatsächlich ein größeres Gewicht hat als Faktor Nr. 8. Dies steht im Gegensatz zu Googles geheimnisvoller Vorgehensweise, bei der der Suchmaschinenriese seine Ranking-Faktoren niemals explizit offenlegt, geschweige denn deren genaue Reihenfolge.

Wie Sie sehen können, spielen viele der zentralen Ranking-Faktoren, an die Marketingfachleute gewöhnt sind, nach wie vor eine Rolle. Aspekte wie der Ankertext, eingehende Links und Klickraten sind unabhängig vom lokalen oder nicht-lokalen Kontext sehr wichtig und werden es wahrscheinlich auch immer bleiben. Der Unterschied liegt jedoch darin, wie stark andere Faktoren ins Gewicht fallen und in welcher Beziehung sie zum Standort stehen.
So sind beispielsweise soziale Medien unter traditionellen SEO-Bedingungen kein direkter Ranking-Faktor, im Bereich des Local SEO werden sie jedoch viel stärker gewichtet. Schließlich bieten Social-Media-Kanäle wie Facebook und Instagram eigene Marktplätze an, über die Nutzer bei lokalen Unternehmen einkaufen können. Starke Social-Media-Signale sagen zudem viel darüber aus, wie Unternehmen mit lokalen Kunden interagieren.
Zudem sind Bewertungen von großer Bedeutung.
Wenn viele Menschen positive Bewertungen über Ihr Unternehmen hinterlassen, interpretieren Suchmaschinen dies als Zeichen dafür, dass Sie Ihre Arbeit gut machen. Das Gleiche gilt für negative Bewertungen: Zu viele davon und Ihre Online-Reputation ist geschädigt. Eine einzige Flut von Bewertungen durch eine kleine Gruppe von Menschen ist jedoch nicht besonders hilfreich; Sie benötigen einen stetigen Strom konsistenter Bewertungen über einen längeren Zeitraum, und diese sollten ein breiteres Publikum sowie verschiedene Aspekte der Zufriedenheit widerspiegeln.
Lokale SEO-Strategien für 2026
Da 1) die Nähe zu den Kunden, 2) die Bewertungen, die sie online hinterlassen, und 3) ihre Interaktion mit Ihrem Content entscheidend für die lokale Suchmaschinenoptimierung sind, benötigen Sie eine Strategie, die dieser Realität gerecht wird.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies zu erreichen, daher haben wir im Folgenden neun davon zusammengestellt. Dabei handelt es sich weder um Alles-oder-nichts-Strategien, noch schließen sie sich gegenseitig aus. Sie können einige dieser Maßnahmen umsetzen und damit Erfolg haben, doch um maximale Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt es sich, eine lokale SEO-Strategie zu entwickeln, die alle diese Methoden umfasst.
1. Optimieren Sie Google My Business
„Google My Business“ (GMB) ist einer der vier wichtigsten Ranking-Faktoren. Außerdem ist es ein völlig kostenloses und benutzerfreundliches Verzeichnis.
Google My Business erscheint bei lokalen Suchanfragen direkt in den Suchergebnissen und positioniert Sie mit geringem Aufwand auf Seite 1 der SERPs. Und wie Sie sich vielleicht erinnern: Seite 1 der SERPs erhält 92 Prozent aller Klicks – genau dort möchten Sie also sein. Hier ist ein Beispiel für ein SERP-Feature – das „Local 3-Pack“ –, das Informationen aus GMB bezieht:

Insbesondere auf einem mobilen Bildschirm wird bei einer Suche nach „italienisches Restaurant“ dieses 3er-Pack mit Optionen über den herkömmlichen Brancheneinträgen angezeigt. Es ist im Grunde das Einzige, was Suchende sehen werden – daher müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Unternehmen so optimiert ist, dass es hier angezeigt wird.
Um Ihren GMB-Eintrag zu optimieren, geben Sie alle von Google geforderten Informationen ein. Sie werden Schritt für Schritt dazu angeleitet, sodass dies für Sie äußerst intuitiv und schnell zu erledigen ist. Befolgen Sie dazu die hier von Google bereitgestellten Anleitungen.
Das Wichtigste dabei ist, dass Ihre Informationen stets auf dem neuesten Stand sind und Sie alle Bewertungen oder Fragen von Nutzern bearbeiten. Diese von Nutzern verfassten Bewertungen und Anfragen sind für alle öffentlich einsehbar. Achten Sie daher darauf, regelmäßig zu antworten und sich über anhaltende Bedenken und Trends auf dem Laufenden zu halten.
2. Anreize für Kundenfeedback schaffen
In diesem Zusammenhang sollten Sie Ihre Kunden dazu anregen, positives Online-Feedback abzugeben. Der beste Weg, um beispielsweise 5-Sterne-Bewertungen auf Yelp oder bei GMB zu erhalten, ist die Bereitstellung eines hochwertigen Service. Darüber hinaus können Sie Nutzer aber auch dazu auffordern, Ihr Unternehmen zu bewerten, um negative Kommentare in den Hintergrund zu drängen. Wenn zukünftige Nutzer nach Ihrer Marke suchen, sehen sie mit größerer Wahrscheinlichkeit die neueren, aktuelleren Kommentare, die Ihr Unternehmen lobend erwähnen, anstatt einiger weniger älterer negativer Bewertungen.
So schneidet mein Lieblingscafé in Chicago, das „Kopi Travelers Cafe“, auf Yelp ab:

In letzter Zeit erhält das Café etwa eine Bewertung pro Monat, und alle sind positiv – ein großartiges Zeichen. Ein neuer Suchender würde dies sehen und wissen, dass Kopi genau der richtige Ort ist. Randbemerkung: Unternehmen können Bewertungen weder ändern noch gegen Bezahlung entfernen lassen; daher müssen Sie sich wirklich darauf verlassen, dass Kunden Bewertungen hinterlassen, die Sie in einem guten Licht erscheinen lassen. Sie einfach darum zu bitten, ist ein einfacher Weg, dies zu erreichen.
Um dieses positive Nutzerverhalten zu fördern, können Sie anbieten, Fragen innerhalb von 24 Stunden zu beantworten, Rabattcodes für Produkte anzubieten oder sich einfach für die treue Kundschaft bedanken. Black-Hat-Techniken sind niemals ratsam (bezahlen Sie niemals für Bewertungen), und organische Kommentare sind das, was Sie anstreben sollten.
3. Lokales technisches SEO optimieren
Technisches SEO umfasst die Backend-Programmierung und die Funktionalität Ihrer Website. Dazu gehören beispielsweise strukturierte Daten-Markups – eine Sprache, die Such-Crawler leicht verstehen, sodass sie Ihre Webseiten optimal interpretieren und den Suchenden präsentieren können.
Um sicherzustellen, dass Ihre Produkt- und Informationsseiten für maximale Klickraten optimiert sind, sollten Sie auf Rich Snippets abzielen. Diese SERP-Funktionen zeigen Suchenden zusätzliche Daten und Kontext an, die über einen einfachen blauen Hyperlink, einen Titel-Tag und eine Meta-Beschreibung hinausgehen. Sehen Sie sich das unten an:

Wie Sie an der gelben Markierung erkennen können, zeigt Google Nutzerbewertungen an. So können Suchende bereits vor dem Anklicken erkennen, ob sich ein Klick auf Ihre Seite lohnt. Dies verleiht Ihrer Präsenz in den Suchergebnissen zudem eine zusätzliche Ebene sozialer Bestätigung, da ein Ergebnis mit fünf Sternen aufgrund der hohen Bewertung wahrscheinlich weitere Nutzer zum Anklicken animiert.
Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Website korrekt mit Schema-Mark-Up auszeichnen, um Rich Snippets zu generieren.
4. Setzen Sie auf „Mobile-First“ – oder landen Sie ganz hinten
Google betrachtet die mobile Version einer Webseite als die primäre Version, die es indexiert. Die Mobilfreundlichkeit ist zudem ein Top-10-Rankingfaktor.
Daher ist es logisch, dass Ihr standortbezogenes Unternehmen eine „Mobile-First“-Webpräsenz benötigt. Drei Milliarden Menschen weltweit besitzen ein iPhone oder ein Android-Mobilgerät, und die Hälfte aller Suchanfragen erfolgt über diese Smartphones.
Beachten Sie außerdem die folgenden Statistiken zum mobilen Marketing, die für Ihr Unternehmen relevant sind:
- 46 Prozent der Menschen lesen Bewertungen auf ihrem Smartphone.
- 62 Prozent nutzen ihr Smartphone für Preisvergleiche.
- 82 Prozent nutzen ihr Smartphone, um Kaufentscheidungen im Geschäft zu treffen.
- 40 Prozent der Menschen kaufen bei einem Konkurrenten, wenn sie mit Ihrem Unternehmen eine schlechte mobile Erfahrung gemacht haben.
Für eine bessere mobile Benutzerfreundlichkeit sollten Sie Ihre Bilddateien komprimieren, die Ladegeschwindigkeit Ihrer Seiten erhöhen, anklickbare Handlungsaufforderungen (CTAs) verwenden, Pop-ups und Plugins reduzieren und auf HTTPS umstellen. Nutzen Sie den „Mobile-Friendly Test“ von Google, um auf den richtigen Weg zu kommen. Er zeigt Ihnen sogar ein Bild davon, wie Ihre Website auf einem mobilen Bildschirm aussieht. Hier ist unser Ergebnis:

5. Nutzen Sie das Marketing mit Google Maps
Google Maps bezieht Informationen aus Google My Business – ein weiterer Grund, warum GMB oberste Priorität hat.
Selbst wenn Suchende keine Ahnung haben, dass Ihr Unternehmen existiert, können sie es allein anhand der geografischen Lage leicht finden. Google Maps zeigt Ihren Standort, eine kurze Beschreibung, eine URL, Nutzerbewertungen, Bilder und verschiedene Arten von Unternehmensinformationen an. Es ist im Grunde eine zentrale Anlaufstelle für alles, was ein Suchender über Ihr Unternehmen wissen muss.
[BILD]
Siebzig Prozent der Smartphone-Besitzer nutzen Google Maps – daher müssen Sie Ihr Unternehmen dort präsentieren, wo sich Ihre Kunden aufhalten. Genauere Anleitungen dazu, wie Sie das Google-Maps-Marketing optimal nutzen können, finden Sie in unserem Beitrag von Anfang dieses Jahres.
6. Veröffentlichen Sie lokalisierten Content
Google Posts ist eine relativ neue Funktion, die Teil von GMB ist und es Ihnen ermöglicht, kurze Inhalte direkt auf Seite 1 der Suchergebnisse (SERPs) zu veröffentlichen. Bei diesen Beiträgen sollte es sich um aktuelle, kurz und bündig formulierte Unternehmens-Updates, Produktänderungen, Veranstaltungsankündigungen, saisonale Sonderangebote und andere stark markenspezifische Inhalte handeln, die maximal 1.500 Zeichen umfassen.
Sie können auch GIFs, Videos, Bilder, virtuelle Rundgänge und andere visuelle Inhalte veröffentlichen, die Nutzer sich ansehen können, ohne überhaupt klicken zu müssen. Betrachten Sie Google Posts als eine Möglichkeit, ständig mit Kunden und Suchenden in Kontakt zu bleiben und Inhalte zu liefern, die nur Sie bereitstellen können.
Abgesehen von Google Posts sollten Sie auch geografisch ausgerichtete Keyword-Phrasen und Verlinkungsstrategien in Ihre regulären On-Site-Inhalte integrieren (mehr dazu im nächsten Abschnitt). Veröffentlichen und bewerben Sie Blogbeiträge und Ratgeber zu regionalen Themen, nach denen lokale Kunden suchen, wie zum Beispiel „Worauf man bei einem Floristen in Berlin achten sollte“.
Die Kombination aus lokalisierten Inhalten auf der Suchergebnisseite und auf Ihrer Website steigert die Sichtbarkeit Ihrer Marke auf eine Weise, mit der nur wenige Mitbewerber mithalten können.
7. Treiben Sie den lokalen Linkaufbau voran
Angesichts der Tatsache, dass 35 Prozent der Unternehmen keine Strategie zum Linkaufbau verfolgen, Links jedoch der wichtigste Ranking-Faktor sind, gibt es für Sie viel Spielraum, um Ihre Mitbewerber zu übertreffen.
Links von renommierten lokalen Influencern und Unternehmen können Ihre Domain Authority verbessern und untermauern, wie gut Sie in der Region etabliert sind und warum potenzielle Kunden in Ihrer unmittelbaren Umgebung am besten beraten sind, bei Ihnen zu kaufen.
Lokale Publikationen, Online-Nachrichtenportale, kommunale Websites und andere prominente Quellen können durch Übersichtsartikel oder „Best-of“-Beiträge hochinteressierten Traffic auf Ihre Website leiten. Denken Sie an Websites wie TripAdvisor, die Reiserouten und unverzichtbare Must-sees für Tausende von Reisezielen veröffentlichen: Ein Link von TripAdvisor würde Wunder für Ihre lokalen SEO-Bemühungen bewirken.
Schauen wir uns Denver an und einige mögliche Link-Optionen:
- Denver.org verlinkt auf Dutzende lokaler Einrichtungen für diejenigen, die nur drei Tage Zeit für einen Besuch haben.
- „U.S. News & World Report“ tut dasselbe für Reisende mit zwei Tagen Zeit.
- Und natürlich hat TripAdvisor seine eigene Version, komplett mit Kundenzitaten, Bewertungen und Kommentaren.
Jede dieser Zusammenstellungen ist eine Gelegenheit zum Linkaufbau von vertrauenswürdigen Websites.
8. Richten Sie Marken-Alerts ein
Nur weil Ihr Unternehmen nicht unzählige Backlinks erhält, heißt das nicht, dass es nicht auf Googles Radar ist. In den letzten zwei Jahren hat Google damit experimentiert, Markenerwähnungen mehr Gewicht beizumessen, auch wenn sie nicht mit einem Hyperlink versehen sind.
Jedes Mal, wenn Ihr Firmenname im Internet erscheint, signalisiert dies Suchenden und Suchmaschinen eine positive oder negative Erfahrung. Wenn also 80 Prozent Ihrer Markenerwähnungen vernichtende Kritik an Ihrem schlechten Service sind, sind Ihre lokalen SEO-Bemühungen sinnlos. Umgekehrt können Tausende positiver Markenerwähnungen Ihre gesamte Online-Präsenz stärken.
Deshalb sollten Sie Google Alerts einrichten, um jedes Mal benachrichtigt zu werden, wenn Ihre Marke im Internet erwähnt wird. Dann können Sie jedem einzelnen Nutzer, der Sie erwähnt hat, antworten oder, falls Sie möchten, um einen Hyperlink bitten.
Das Management von Bewertungen und Erwähnungen kann schnell mühsam werden, automatisieren Sie daher so viel wie möglich davon. Achten Sie einfach darauf, den Überblick über Ihre allgemeine Wahrnehmung im Internet zu behalten. Wann immer Ihr Markenname verwendet wird, könnte dies langfristig Einfluss darauf haben, ob potenzielle Kunden Sie als glaubwürdig oder vertrauenswürdig ansehen. Auch dies wird sich unweigerlich entweder in höheren Umsätzen oder in Umsatzverlusten niederschlagen.
9. Optimieren Sie Ihr Knowledge Panel
Bei vierzig Prozent der Suchanfragen wird ein Knowledge Panel angezeigt, die Google-SERP-Funktion auf der rechten Seite Ihres Bildschirms. Ein Knowledge Panel ist eine erstklassige Werbefläche auf Seite 1 und vereint Google Posts, GMB-Daten und wichtige Nutzerbewertungen an einem Ort. Wenn Sie Ihr Panel übersichtlich, strukturiert und positiv gestalten, entsteht ein hochwirksamer, äußerst zielgerichteter Kommunikationskanal mit lokalen Interessenten.
So sieht ein Knowledge Panel in der Praxis aus, komplett mit Kontaktdaten, Innen- und Street-View-Fotos, Online-Bewertungen und einer kurzen Beschreibung:

Wenn Sie auf der Seite noch ein Stück weiter nach unten scrollen, sehen Sie noch mehr äußerst relevante Informationen über Jake’s Pub, beispielsweise, wann dort in der Regel am meisten los ist, Kundenstimmen und ähnliche Lokale, die Sie anschließend vielleicht besuchen möchten:

Als Suchender muss ich nicht einmal auf etwas klicken – nicht ein einziges Mal. Dank dieses Knowledge Panels habe ich hier alles, was ich brauche, um zu entscheiden, ob ich zu Jake’s gehe. Die Antwort lautet: Ja, ich bin hingegangen. Und das tue ich noch immer. Ich liebe diesen Laden.
Marketing für Micro-Moments
Bei (Local SEO geht es darum, die einzelnen Punkte auf der Customer Journey miteinander zu verknüpfen. In den meisten Fällen beginnt diese Reise mit einer mobilen Suchanfrage, führt zu einem Preisvergleich und endet schließlich mit einem Besuch im Geschäft. Doch die Touchpoints enden an dieser Stelle noch lange nicht.
Potenzielle Kunden sammeln weiterhin Informationen, holen Angebote ein, suchen nach den besten Preisen, überprüfen Social-Media-Profile und verlassen sich auf Mund-zu-Mund-Propaganda, um eine endgültige Kaufentscheidung zu treffen. Genau in dieser Informationskette findet Marketing statt – in diesen winzigen Momenten der Unsicherheit oder Unentschlossenheit. Content-Marketing sollte Lücken füllen, Bedenken ausräumen und beim Kauf Vertrauen wecken.
Neue Untersuchungen von Google verdeutlichen, wie wichtig diese Micro-Moments sind. Customer Journeys verlaufen nicht geradlinig; sie lassen sich nicht nahtlos in einen linearen Marketing-Funnel einordnen.
[BILD]
Stattdessen navigieren Kunden im gesamten Web, über mehrere Geräte hinweg und zu unterschiedlichen Zeitpunkten, bevor sie ihre Käufe abschließen. Oft gibt es mehr als 500 Touch Points, bevor aus einem Verbraucher tatsächlich ein zahlender Kunde wird. Im obigen Beispiel wollte „Ava“ einen Flug nach Irland buchen und führte zu Beginn ihrer Customer Journey vier verschiedene Suchanfragen bei Google durch. Es bedurfte Hunderter weiterer Interaktionen (Klicks, Vergleiche usw.), bevor Ava einen Kauf abschloss.
Lokales SEO hilft Ihrem Unternehmen, bei diesen 500 potenziellen Interaktionen präsent zu sein. Eine verpasste Gelegenheit, ein defekter Link, eine nicht vorhandene Webseite – all das kann Kunden abschrecken, daher zählt jeder Moment.

