Dominic Tortorice

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Haben Sie schon mal gesehen, wie bei YouTube eine Anzeige am unteren Bildrand aufpoppt, während Sie ein Video anschauen? Oder erscheint vielleicht eine dynamische Display-Anzeige, während Sie durch Ihren bevorzugten Social-Media-Feed scrollen? Wie wäre es mit einer Banneranzeige am oberen Bildschirmrand, während Sie lesen, oder einer Vollbildanzeige, die den Inhalt kurz verdeckt, bevor Sie weiterlesen?

Nun, sofern Sie keinen Werbeblocker verwenden, ist es mehr als wahrscheinlich – fast garantiert –, dass Sie bereits Erfahrungen mit dem Google Display Network (GDN) gemacht haben. Als eine der Säulen des digitalen Marketings spielt das GDN eine zentrale Rolle dabei, Werbetreibende mit potenziellen Kunden im gesamten Web zu verbinden.

Das GDN ist wohl die weniger bekannte der beiden Google-Werbeplattformen – die andere ist die Google-Suche – und bietet einen Zugang zu einem riesigen Online-Publikum mit Display-Werbung. Die Schaltung Ihrer Anzeigen über das Display-Netzwerk stellt sicher, dass Ihre Kampagnen vielfältige Verbrauchergruppen bei ihren täglichen Internetaktivitäten erreichen, sei es beim Lesen der Tagesnachrichten, beim Anschauen eines Kochvideos oder beim Stöbern in Katzenbildern in den sozialen Medien.

Obwohl das GDN ein leistungsstarkes Medium zur Steigerung der Markenbekanntheit darstellt, sind nicht alle Marketingfachleute mit der Plattform vertraut und wissen womöglich nicht, wie man Google-Display-Anzeigen optimiert. Um Ihnen zu helfen, finden Sie hier fünf Best Practices für das Google Display Network, die den ROI Ihrer Kampagnen steigern.

Was ist das Google Display Network?

Zunächst jedoch eine Einführung in das Google Display Netzwerk. Das GDN ist ein Dienst, der Nutzern Online-Anzeigen basierend auf Kontext, Standort oder persönlichen demografischen Merkmalen anzeigt. Laut Google umfasst das Display-Netzwerk über 2 Millionen Websites und erreicht über 90 % der Internetnutzer. Google Display Anzeigen – darunter responsive Display-Anzeigen, Bildanzeigen und Videoanzeigen – bieten ein unglaubliches Potenzial, relevante Zielgruppen bereits früh im Kaufzyklus anzusprechen. Marketingfachleute können dies mithilfe von Targeting-Einstellungen, intelligenten Gebotsstrategien und anderen Tools erreichen.

Sie können beispielsweise:

  • Nutzer, die Teile Ihrer Website besucht haben, mit dynamischen Display-Anzeigen erneut ansprechen.
  • Breit gefasste Zielgruppen wie Baseballfans oder Mütter der Millennial-Generation durch interessenbasiertes Targeting ansprechen.
  • Anzeigen basierend auf besuchten Websites wie CNBC.com schalten und dabei effektive Display-Anzeigen nutzen, die auf die Interessen der Nutzer abgestimmt sind.

Marketingexperten haben fast schon zu viele Optionen zur Hand, um Google-Display-Kampagnen zu optimieren, und diese fünf Best Practices helfen Ihnen dabei, das Beste aus Ihren GDN-Maßnahmen herauszuholen.

Google Display Network vs. Google Suchnetzwerk

Eine letzte Anmerkung, bevor wir uns mit den Best Practices befassen: Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen dem Google Display Netzwerk und dem Google Suchnetzwerk.

Obwohl die Bezeichnungen ähnlich klingen, zeigt das GDN Dinge wie Banneranzeigen auf Websites, in Apps und in Videos an, während das GSN nur Textanzeigen auf Suchmaschinenergebnisseiten platziert. Hier gilt es abzuwägen: Google-Suchanzeigen erreichen Nutzer, die aktiv Produkte und Marken kaufen oder recherchieren, die Ihren ähnlich sind. Das Display-Netzwerk ist hingegen eher passiv, kann aber ein starker Treiber für die Markenbekanntheit sein. Indem Sie ein zuverlässiges Virtual Private Network (VPN) mit robusten Sicherheitsfunktionen in Ihre Online-Werbestrategie integrieren, können Sie sichere und private Verbindungen gewährleisten und gleichzeitig das Display-Netzwerk nutzen, um die Markenpräsenz zu maximieren und Ihre Zielgruppe effektiv zu erreichen. Wenn Sie Kampagnen unterwegs verwalten, insbesondere von Mobilgeräten aus, hilft die Verwendung eines VPN auf dem iPhone oder Android dabei, einen sicheren Zugriff zu gewährleisten.

Best Practices für das Google Display Network

Jetzt ist es so weit! Ohne weitere Umschweife: Hier sind unsere fünf wichtigsten Best Practices für das Google Display Network:

1. Nutzen Sie dynamisches Remarketing

Wurde Ihnen schon einmal eine Anzeige basierend auf Ihrem früheren Browsing- oder Suchverlauf angezeigt? Vielleicht ist Ihnen eine Google-Display-Anzeige für das Paar Schuhe aufgefallen, das Sie sich letzte Woche angesehen haben?

Das ist Remarketing, und in diesem Zusammenhang bedeutet es, dass Display-Anzeigen früheren Besuchern einer Website oder einer mobilen App angezeigt werden.

Bei der Recherche oder dem Kauf eines Produkts besuchen Verbraucher verschiedene Seiten, und zwar mehrmals. Remarketing ist eine Möglichkeit, diese Zielgruppen zurückzuholen, und dynamisches Remarketing ist eine Möglichkeit, das GDN für einen höheren Kampagnen-ROI und eine verbesserte Anzeigenleistung zu nutzen.

Remarketing beginnt mit einer gründlichen Tag-Einbindung Ihrer Desktop- und Mobil-Website. Google hat einige Tipps, wie Sie dies zeitsparender gestalten können – Tipp: Container-Tags –, aber wenn Ihre gesamte Website getaggt ist, sorgen Besucher-Cookies für bessere Aufzeichnungen der Besuche und liefern bessere Daten. Mit diesen Informationen können Sie Remarketing-Listen segmentieren, einschränkende Sprach- oder Standortausschlüsse entfernen und fundierte Anzeigen entwickeln.

Nach dem Start kann Ihre Google-Display-Kampagne Nutzer beispielsweise über die Monetarisierung von Handyspielen oder eine E-Commerce-Website erreichen und sie an Ihre Marke und Produkte erinnern. Dabei können Sie auch Anreize, wie z. B. einen Rabatt, anbieten. Dies könnte in Form von responsiven Display-Anzeigen geschehen, die auf die Interessen der Nutzer zugeschnitten sind.

Dynamisches Remarketing geht noch einen Schritt weiter, indem es das Anzeigenerlebnis personalisiert.

Durch die Festlegung benutzerdefinierter Parameter in Ihren Website-Tags können Sie ehemalige Besucher mit Anzeigen zu genau den Produkten oder Dienstleistungen erreichen, die sie zuvor angesehen haben. Wenn Sie über mehrere Kategorien verfügen, könnte dynamisches Remarketing dabei helfen, Kampagnen hyperfokussiert auszurichten und sicherzustellen, dass Ihre Anzeigenplatzierung für jeden potenziellen Kunden optimiert ist.

2. Erstellen Sie responsive Display-Anzeigen

Während Suchanzeigen hauptsächlich aus Text bestehen, kombiniert das responsive Anzeigenformat Text- und Bildanzeigen und ist ein Muss in jeder Display-Kampagne. Responsive Anzeigen werden zum Standard im Google Display Netzwerk, daher sollten Sie bald darauf umstellen.

Anzeigengröße und -format variieren stark, und die Erstellung von Inhalten für alle Varianten kann schwierig sein.

Wenn Sie sie richtig einsetzen, lösen die responsiven Display-Anzeigen von Google dieses Problem.

Sie verfassen Ihre Beschreibungen und Überschriften, wählen Bilder aus, laden Ihr Logo hoch, und Google optimiert diese mithilfe von Smart Bidding für eine optimale Leistung. Das ideale Ergebnis ist eine Anzeige, die sich perfekt in die Hauptwebsite einfügt und ein nahtloses Nutzererlebnis bietet.

Das Format der responsiven Display-Anzeigen basiert auf den einzelnen Komponenten, was bedeutet, dass die von Ihnen ausgewählten Bilder hochwertig und relevant sein sollten.

Vielleicht werden Sie feststellen, dass das Hochladen Ihrer Bilder in die kostenlose Bibliothek von Google der beste Weg ist, da dies Google mehr Optionen bietet. Wenn Sie ein Sportartikelunternehmen sind, sind Bilder von Sportlern in Aktion eine gute Möglichkeit, Reaktionen oder Klicks von potenziellen Kunden zu erzielen. Videoinhalte werden ebenfalls als responsive Display-Anzeigen unterstützt und können das Erlebnis für Remarketing- oder Neukunden abwechslungsreicher gestalten.

Darüber hinaus kann die Einbindung dynamischer Anzeigen in Ihre responsiven Display-Anzeigen die Personalisierung verbessern. Dynamische Display-Anzeigen zeigen Nutzern auf der Grundlage ihrer bisherigen Interaktionen mit Ihrer Website maßgeschneiderte Inhalte an, was das Engagement und die Anzeigenleistung verbessert.

3. Weiten Sie Ihr Zielgruppen-Targeting aus

Remarketing ist zwar ein leistungsstarkes Tool, doch die enorme Reichweite des GDN über Millionen von Websites und Apps hinweg macht es zu einer lohnenden Plattform, um neue und relevante Zielgruppen zu finden.

Kontextbasiertes Targeting, Anzeigengruppen und die Funktion „Ähnliche Zielgruppen“ bieten Marketingfachleuten präzise Werkzeuge, um potenzielle Kunden zu identifizieren und zu gewinnen.

Zunächst basieren kontextbezogene Anzeigen auf Keywords und Themen, die Sie eingeben, um relevante Websites zu finden, die zu Ihrer Marke passen. Die Relevanz eines Keywords oder Themas für das zentrale Thema einer Website entscheidet darüber, ob Ihre Anzeige geschaltet wird. Seien Sie daher bei der Klassifizierung jeder Anzeigengruppe so genau und spezifisch wie möglich.

Auch Remarketing spielt hier eine Rolle, da Sie mithilfe von Remarketing-Daten aus früheren Zugriffen ähnliche Zielgruppenprofile erstellen können. Google Ads (früher bekannt als Google AdWords) analysiert dann den Browserverlauf Ihrer Remarketing-Liste, um Merkmale und gemeinsame Interessen ähnlicher Zielgruppen zu ermitteln. Maschinelles Lernen hält diese Liste auf dem neuesten Stand, indem es kontinuierlich mehr über Ihre aktuelle Basis lernt und so gezielt potenzielle Kunden für Sie ausfindig macht.

Einige Empfehlungen von Google für das Targeting ähnlicher Zielgruppen lauten:

  • Verwenden Sie automatisierte Gebote. Google bietet verschiedene Abrechnungsmodelle an, je nachdem, ob Klicks oder Conversions das Ziel sind.
  • Erweitern Sie Ihre Remarketing-Liste kontinuierlich, nicht nur, um Mindestanforderungen zu erfüllen, sondern auch, um den Pool zu vergrößern und bessere Einblicke zu gewinnen.
  • Optimieren Sie die mit Display-Anzeigen verknüpften Landingpages, um eine bessere Werbebotschaft oder ein besseres Anzeigenerlebnis zu schaffen, die Nutzererfahrung zu verbessern und Conversions zu fördern.

4. Nutzen Sie Managed Placements

Die meisten Google-Display-Anzeigen basieren auf Keywords oder Themen, aber es gibt eine Möglichkeit, bestimmte Websites und Apps innerhalb des Netzwerks gezielt auszuwählen, auf denen Sie Ihre Anzeigen schalten möchten: Managed Placements.

Mit Managed Placements wählen Sie die Webseite, mobile App, das Video oder den Anzeigenblock aus, auf denen die Display-Anzeige erscheint, und erzielen so Sichtbarkeit auf zielgerichteten Websites, entweder aufgrund des hohen Traffics oder der Relevanz für Ihre Marke.

Wenn Sie zur Erstellung von Buyer Personas recherchiert haben, haben Sie vielleicht eine Liste von Publikationen erstellt, mit denen sich Ihre Kunden beschäftigen.

Vielleicht richtet sich Ihr Finanzdienstleistungs-Startup an Kunden, die das Wall Street Journal abonnieren oder häufig Forbes oder Entrepreneur.com besuchen. Mit Managed Placements können Sie Ihre Display-Anzeigen diesen Lesern präsentieren und so sicherstellen, dass effektive Display-Anzeigen die richtige Zielgruppe erreichen.

Wenn Sie hingegen wissen, dass Ihre Abonnenten von Gesundheits- und Beauty-Services Make-up-Tutorials auf YouTube ansehen, können Sie diese Videos innerhalb des Google Display Network gezielt ansprechen.

Beachten Sie jedoch, dass der Wettbewerb je nach der von Ihnen gewählten Website oder App sehr hoch sein kann.

Die Schaltung auf hochkarätigen Websites lässt sich durch eine Erhöhung Ihrer Gebote erreichen. Sie können diese im Laufe der Zeit anpassen, aber eine Erhöhung der Gebote könnte Ihnen den entscheidenden Vorteil verschaffen, während Sie Ihre Reichweite steigern. Die Nutzung von Google Analytics kann Ihnen dabei helfen, die Anzeigenleistung zu verfolgen und fundierte Entscheidungen zur Gebotsanpassung zu treffen.

5. Werben Sie auf Gmail

Kampagnen im Google Display Netzwerk können auf Millionen von Websites und mobilen Apps sowie auf Google-Dienste – wie Gmail – zugreifen.

Die E-Mail-Plattform, die zu den beliebtesten Optionen für Unternehmen und Verbraucher zählt, ist im Display-Netzwerk enthalten, sodass Werbetreibende ganz oben im Posteingang erscheinen können. Eine solche Position ist äußerst wertvoll: Laut Statistiken von Mailbutler für 2022 geben über 40 % der Arbeitnehmer an, mehr als 10 Stunden pro Woche mit E-Mails zu verbringen.

Gmail-Anzeigen ermöglichen es Marken, über ein persönlicheres Forum und verschiedene Interaktionsmöglichkeiten mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten. Gesponserte Anzeigen sehen zunächst wie eine zusammengeklappte E-Mail aus, lassen sich aber beim Anklicken zu einer Landingpage, einem Video oder einem Formular zum Ausfüllen öffnen.

Zu den Möglichkeiten, Ihre Gmail-Anzeigen zielgerichtet zu schalten, gehören Marketingmaßnahmen für:

  • Affinity-Zielgruppen: Nutzer mit gemeinsamen Interessen oder Nutzer, die sich für Themen interessieren, die für Ihr Unternehmen relevant sind, wie z. B. Social-Media-Marketing oder digitales Marketing.
  • In-Market-Zielgruppen: Nutzer, die aktiv den Kauf eines ähnlichen Produkts in Erwägung ziehen oder eine entsprechende Suchanfrage gestellt haben. Zum Beispiel Nutzer, die nach SEO-Dienstleistungen oder Google Shopping suchen.
  • Kunden vor wichtigen Lebensereignissen: Nutzer, deren Browsing- und Suchverlauf darauf hindeutet, dass sie möglicherweise umziehen, eine Familie gründen, ihr Studium abschließen, mit der Altersvorsorge beginnen oder heiraten.

Weitere Möglichkeiten zur Ausrichtung einer Gmail-Kampagne sind automatisiertes Targeting und Kundenabgleich. Diese Google-Funktionen helfen Ihnen, Ihr Targeting in Gmail zu optimieren und Nutzern Anzeigen auf der Grundlage vorhandener Zielgruppendaten anzuzeigen.

Wichtige Erkenntnisse und Vorteile der Nutzung des Google Display Netzwerks

Die Google-Supportseiten und -Foren für Display-Netzwerk-Kampagnen und -Anzeigen können ein wenig unübersichtlich sein. Doch das Durcharbeiten der Anleitungen und Best Practices kann die Leistung Ihrer Kampagne im GDN nur verbessern. Denken Sie einfach daran, dass responsive Anzeigen, Managed Placements und das Targeting auf ähnliche Zielgruppen gute Ansatzpunkte sind.

Insgesamt kann das Google Display Network ein leistungsstarkes Werkzeug für Ihre Kampagne sein und den ROI durch wichtige Vorteile steigern, darunter:

  • Kosteneffiziente und responsive Werbung mit großer Reichweite über Websites, Apps und Social-Media-Plattformen hinweg.
  • Die Möglichkeit, Google-Anzeigen mit Videos und Bildern zu erstellen, einschließlich mobiler Banner und Interstitial-Anzeigen.
  • Detaillierte Targeting-Optionen zur Eingrenzung Ihrer Zielgruppe, um sicherzustellen, dass Ihre Display-Kampagne potenzielle Kunden effektiv erreicht.
  • Remarketing-Anzeigen mit einzigartigen Display-Optionen für frühere Besucher, wie dynamische Display-Anzeigen und responsive Anzeigen.

Durch den Einsatz von Tools wie Google Analytics und intelligente Gebotsstrategien können Sie die Anzeigenleistung optimieren und das Nutzererlebnis verbessern.

Für weitere Informationen und Einblicke in das Marketing im Google Display Netzwerk melden Sie sich für unseren Newsletter „The Content Marketer“ an.

Anmerkung der Redaktion: Aktualisiert im Februar 2025.