Aleisha White

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Vergessen Sie Eis am Stiel – es gibt nichts Besseres als einen übersichtlichen Artikel, um nach Informationen zu suchen. Listicals (oder Listenartikel) sind ein wichtiger Bestandteil jeder Content-Marketing-Strategie, da sie Botschaften logisch und kreativ vermitteln und gleichzeitig direkt auf die Suchabsicht Ihrer Zielgruppe eingehen. 

Das Listenformat gibt es in Zeitschriften und Büchern schon seit Ewigkeiten. Der Aufstieg von Websites wie Buzzfeed hat das Format online populär gemacht und richtete sich an Leser, die gerne kurze, leicht verdauliche Informationshäppchen konsumierten. Seit den frühen 2000er Jahren hat es sich jedoch noch weiter entwickelt. Heute sind Listicles eine strategische Methode, um bestimmte Artikel zu strukturieren und Kreativität auf neue Weise zu fördern. Schauen wir uns an, wie sie funktionieren und wie Sie sie in Ihr Inbound-Marketing-Toolkit integrieren können. 

Was sind Listicles eigentlich?

Das Wort „Listicle“ ist ein Hybrid aus dem englischen list und article. Dieses Inhaltsformat ist im Grunde ein vollwertiger Artikel, der in Listenform strukturiert ist, was zwei Dinge bedeutet: erstens Logik und zweitens Auswahlmöglichkeiten. Lassen Sie mich das erklären: 

Listicles präsentieren Informationen mit nummerierten Unterüberschriften, wodurch sie repetitiv, methodisch und sehr übersichtlich sind. Sie helfen uns, genau die benötigten Informationen schneller zu finden. Und wer freut sich nicht über Effizienz?

Hier sind die Gründe, warum so viele Marketingexperten und Zielgruppen sie nutzen: 

  • Ansprechendes Format: Listen sorgen durch regelmäßige Überschriften für visuelle Unterbrechungen. So werden Leser nicht von langen Textwüsten überwältigt. 
  • Leicht verdaulich: In einer Aufmerksamkeitsökonomie beschäftigen sich die Menschen zunehmend mit kleinen Informationsmengen. Listicle-Beiträge lassen sich leicht überfliegen, um das gesuchte Material zu finden.
  • Ideal zum Teilen auf Social Media: Dank ihrer kompakten und lesbaren Struktur machen Listicles in sozialen Medien und E-Mail-Kampagnen die Runde. Das macht sie zu einer coolen Strategie, um den ROI Ihrer Inhalte zu steigern.
  • Vielseitig: Sie können einen Listenartikel für praktisch jede Branche oder jedes Thema erstellen. Das heißt jedoch nicht unbedingt, dass Sie dies auch tun sollten. 

Wichtige Überlegungen: Ist ein Listicle-Artikel das richtige Format? 

Ein Listicle vermittelt die Botschaft „Zeigen statt erzählen“. Daher ist es eher eine Frage, ob das Thema es verdient, als Listicle behandelt zu werden. In diesem Fall ist das eindeutig nicht der Fall. Warum? Weil wir keine der folgenden Optionen anwenden: 

  • Ein komplexes Thema in leicht verdauliche Häppchen aufteilen.
  • A mit B vergleichen.
  • Optionen bereitstellen.
  • Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung anbieten. 

Außerdem sollten Sie Clickbait-Überschriften oder eine Überflutung Ihres Blogs mit Listenartikeln vermeiden. Buzzfeed hat der Welt bereits gezeigt, wie verlockend ein fesselnder Listicle sein kann. Aber denken Sie daran: Er sollte ein erfrischender Teil Ihrer Content-Strategie sein, nicht die ganze Mahlzeit. 

Wie man einen effektiven Listicle schreibt

Apropos Mahlzeiten: Man könnte Listicles mit Rührei vergleichen: Sie sind einfach, alltäglich und nicht so leicht zuzubereiten, wie sie aussehen. Es ist eine Kunst, einen Listenartikel zu erstellen, der Ihre Leser vom ersten bis zum letzten Punkt fesselt. So machen Sie es richtig:

  1. Wählen Sie Ihr Keyword: Beginnen Sie wie bei jedem anderen Artikel mit einer Keyword-Recherche, um ein starkes Thema zu finden, das die Suchabsicht Ihrer Zielgruppe anspricht – und den Mehrwert, den Ihr Unternehmen in diesem Bereich bietet. Plattformen wie Ahrefs und Semrush sind leistungsstarke Tools für den Einstieg.
  2. Recherchieren Sie Ihr Thema: Schauen Sie bei Google nach, was bereits in den SERPs rankt. Dieser Teil ist wichtig: Wenn die ersten fünf Positionen von Listenartikeln belegt sind, ist es eine gute Strategie, dasselbe Format zu verwenden und zusätzlichen Mehrwert zu bieten. 
  3. Überprüfen Sie die Suchabsicht: Prüfen Sie während der Recherche, ob die rangierten Listicles informativ oder kommerziell sind. Gleiches zieht Gleiches an, wenn also informative Artikel ranken, sollten Sie diesem Beispiel folgen. Wenn kommerzielle Seiten besser abschneiden, können Sie jederzeit zu einer Landingpage im Listenformat wechseln. 
  4. Logische Struktur: Stellen Sie sicher, dass Ihr Inhalt als Liste funktioniert. Folgt er einer natürlichen Reihenfolge? Würden Leser von einer nummerierten Auflistung profitieren? 
  5. Konsistenz ist entscheidend: Halten Sie Ton, Formatierung und Stil durchgehend einheitlich. Wenn Sie mit kurzen, prägnanten Punkten beginnen, vermeiden Sie es, auf halbem Weg in langatmige Erklärungen abzudriften.
  6. Nummerieren Sie Ihre Punkte: Achten Sie beim Verfassen von Listicles darauf, jeden Listenpunkt zu nummerieren, wenn es Sinn macht. Man verliert sich leicht im Detail und Nummern helfen den Lesern, den Überblick zu behalten.
  7. Bringen Sie neue Erkenntnisse ein: Vermeiden Sie es, bereits Bekanntes zu wiederholen. Fügen Sie eine neue Perspektive oder wertvolle Informationen hinzu, damit sich Ihr Listicle von anderen abhebt.
  8. Erstellen Sie einen Titel, der zum Klicken anregt: Ihr Titel sollte das Thema und die Ausrichtung des Artikels widerspiegeln – was bieten Sie an? Warum sollte jemand ihn lesen? Seien Sie klar, prägnant und wecken Sie Aufmerksamkeit.
  9. Teilen Sie ihn: Sobald Ihr Listicle online ist, bewerben Sie ihn über Ihre Kanäle – soziale Medien, E-Mail-Marketing oder bezahlte Anzeigen sind allesamt großartige Optionen.

5 großartige Beispiele für Listicles

Zum Abschluss schauen wir uns fünf Listicle-Beispiele an, die absolut herausragend sind. Vielleicht finden Sie sogar ein paar gute Ideen und Inspiration für Ihren nächsten Hit. 

1. Braftons11 KI-Tools zur Steigerung Ihrer Produktivität

Dieser Beitrag aus dem Brafton-Blog nutzt ein stark strukturiertes Format mit Aufzählungspunkten und gliedert ein komplexes Thema auf, um die Informationen zugänglich zu machen. Jeder Listenpunkt ist prägnant, sodass Fragen schnell beantwortet werden können. Das nummerierte Format schafft ein Gefühl von Ordnung und man weiß genau, über wie viele KI-Tools man lesen wird.

Warum es funktioniert: Das übersichtliche Format reduziert die Komplexität. Dadurch ist der Artikel sowohl für Leser als auch für Crawler sehr gut überfliegbar und voller wertvoller Informationen.

2. Lonely Planet’s Ultimate Travel List

Als klassisches Beispiel für einen auf Reiseziele fokussierten Listicle präsentiert dieser Artikel nicht nur wundervolle Orte, die man besuchen kann – er bietet auch einen ausführlichen Hintergrund zu jedem einzelnen. Darüber hinaus sprechen die Überschriften genau die Art von Erlebnis an, die ein Reisender suchen könnte, egal ob er sich für Geschichte, Kultur oder Natur interessiert. Lonely Planet kennt seine Zielgruppe und nutzt das Listicle-Format, um Lesern zu helfen, Optionen zu vergleichen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Warum es funktioniert: Das Listenformat spielt mit der offensichtlichen Leidenschaft der Zielgruppe für das Reisen und präsentiert eine visuell ansprechende und inspirierende Zusammenfassung von 10 beeindruckenden Reisezielen, die unser Planet zu bieten hat. 

3. Neil Patels „Wie man mehr YouTube-Abonnenten gewinnt“ 

Dieser Beitrag ist das Nonplusultra unter den Listicles mit Profi-Tipps und kombiniert datengestützte Ratschläge mit persönlicher Erfahrung. Er richtet sich an Marketingfachleute, die wenig Zeit haben, aber ihre Reichweite auf YouTube maximieren müssen. Dank einer prägnanten Erklärung, wie man eine Strategie optimiert und bestehende Inhalte in verschiedene Formate umwandelt, erhält man einen klaren Weg, um mit dem Ausbau der Abonnentenliste zu beginnen.

Warum es funktioniert: Der Artikel bietet umsetzbare Tipps, die Zeit sparen, wodurch der Content sofort wertvoll wird. Beachten Sie, dass Neil die Liste nicht nummeriert, da sich die Ratschläge auf allgemeine Hinweise konzentrieren und nicht auf eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

4. Mark Mansons5 langweilige Wege, kreativer zu werden

Wenn Sie schon einmal etwas von Mark Manson gelesen haben, wissen Sie, dass er in der Selbsthilfe-Branche eine ganz eigene Nische besetzt. Und genau darin liegt seine Stärke. Auch wenn dieser Listenartikel eher Long-Form-Content ähnelt, verkörpern sein provokanter Ton und seine tiefgehende Analyse genau den Mehrwert, den seine Marke ihrem Publikum bietet.

Er ist detailliert: Jeder Punkt wird anhand einer kleinen Fallstudie, persönlicher Anekdoten oder psychologischer Belege aufgeschlüsselt, um zu zeigen, warum diese Best Practices funktionieren. Ist Ihnen außerdem aufgefallen, wie die eingängige Überschrift Neugier weckt, ohne nach Clickbait zu schreien?

Warum es funktioniert: Die Verwendung von Daten in einem Listicle sorgt für Autorität. Persönliche Anekdoten und wertvolle Einblicke sorgen für Authentizität. Dieses Power-Duo macht Ihren Artikel glaubwürdiger und nachvollziehbarer.

5. Schlafpositionen bei Katzen: 22 gängige Posen erklärtvon WikiHow 

Unser Artikel wäre kaum vollständig ohne einen Verweis auf das klassische wikiHow. Der Inhalt erhebt zwar keinen Anspruch auf literarische Spitzenqualität, soll dies aber auch gar nicht. wikiHow ist dazu da, uns die Informationen zu liefern, die wir brauchen, wenn wir sie brauchen. Und für diejenigen unter uns, die die spirituelle oder verhaltensbezogene Bedeutung der Schlafpositionen unserer Katzen verstehen wollen, liefert dieser Listicle die Antworten – prägnant, visuell und direkt.

Warum es funktioniert: Durch die Kombination von Bildern und kurzen, leicht verständlichen Punkten geht der Listicle auf die Suchabsicht der Zielgruppe ein und fesselt die Leser gleichzeitig, während er sie informiert. 

Schaffen Sie greifbaren Mehrwert mit Listicles

Es lässt sich nicht leugnen: Listicles sind ein fantastisches Format für bestimmte Arten von Informationen. Möchten Sie Leser Schritt für Schritt durch einen Prozess führen? Oder wie wäre es mit der Präsentation einer Auswahl an Optionen? Die klar definierte Struktur eines Listicles ermöglicht eine wirkungsvolle Botschaft und eine tiefere Verbindung zu Ihrem Publikum. Listicles sind:

  • Einprägsam: Das strukturierte Format hilft den Lesern, Informationen besser zu behalten.
  • Ansprechend: Der Listicle fesselt die Aufmerksamkeit, indem er dem Gehirn immer wieder eine Pause gönnt.
  • Umsetzbar: Jeder Punkt gibt den Lesern etwas, das sie anwenden oder tun können, was die Umsetzung erleichtert.

Der Schlüssel liegt darin, Ihre Themen mit Bedacht auszuwählen. Erzwingen Sie keinen Listicle, wo er nicht passt. Überlegen Sie stattdessen, wann dieses Format Ihren Content mehr Wert verleiht. Im Zweifelsfall seien Sie mutig – wählen Sie Themen und Blickwinkel, die Sie begeistern, und werden Sie kreativ, indem Sie dem Listicle-Format Ihre eigene Note verleihen.