Wir leben in einer visuellen Welt. Viele von uns haben schon in jungen Jahren eine Vorliebe für Farben und Bilder entwickelt. Denken Sie mal darüber nach: Als Kind, wenn Sie die Wahl hatten, in einem farbenfrohen Bilderbuch zu blättern oder die Zeitung Ihres Vaters zu stibitzen, haben Sie das Kreuzworträtsel und die Partie Sudoku doch bestimmt links liegen gelassen, oder?
Heute als Erwachsene sprechen Infografiken unser Bedürfnis nach kreativen Illustrationen an.
Was ist eine Infografik?
Infografiken bieten eine unschätzbare Möglichkeit, wichtige Daten und Kennzahlen für Verbraucher zu visualisieren. Sie können schwer verständliche Zahlen anschaulicher machen, und das grafische Design kann Inhalte, die sonst als langweilig gelten würden, spannender gestalten. Durch den Einsatz ansprechender Infografiken lassen sich komplexe Informationen mit minimalem Text in fesselnde visuelle Inhalte umwandeln, die für den Betrachter leichter zu erfassen sind.
Diese visuell ansprechende Contentart erfreut sich wachsender Beliebtheit, und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Laut dem Content Marketing Institute belegten Infografiken mit 27 % den 9. Platz in der Gesamtwertung der leistungsstärksten Content-Elemente der letzten 12 Monate.
Wenn Sie also das nächste Mal darüber nachdenken, eine Infografik zu erstellen …
Der Wert von Infografiken
Die Infografik ist eine beliebte und äußerst attraktive Contentform, die Daten und Statistiken interessanter darstellt und leichter verständlich macht. Abgesehen davon, dass sie eine visuell ansprechende Möglichkeit darstellt, Ihre Markenbekanntheit zu steigern, ist sie eine hervorragende Methode, um schon früh im Kaufprozess Aufmerksamkeit zu erregen. Tatsächlich glauben laut dem „2021 Content Preferences Survey Report“ von Demand Gen 55 % der Käufer, dass die Infografik zu den zuverlässigsten Marketinginhalten in den frühen Phasen einer Customer Journey gehört.
Doch obwohl all die oben genannten Statistiken zeigen, wie vorteilhaft eine Infografik sein kann, reicht es nicht aus, einfach beliebige Daten aus dem Internet zu ziehen, sie in ein hübsches Design einzufügen und es dabei zu belassen. Wenn Sie verstehen, was eine großartige Infografik ausmacht (und wie die schlechteste Infografik aller Zeiten aussehen könnte), wird Ihnen klarer, was für eine Marke funktioniert und was sie möglicherweise zum Scheitern bringen könnte.
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Die Bestandteile einer guten Infografik
Meinungen sind zwar subjektiv, doch es gibt bestimmte Faktoren, die eine ansprechende und informative Infografik ausmachen. Nicht nur die visuelle Darstellung im Design sollte stimmig sein, auch die vermittelten Inhalte der Infografik müssen Aufmerksamkeit erregen, Wissen vermitteln und einen echten Mehrwert bieten.
Eine wirkungsvolle Infografik sollte die folgenden Elemente enthalten:
- Genaue Informationen: Das stärkt die Glaubwürdigkeit Ihrer Marke und macht Sie für Ihr Publikum zu einer vertrauenswürdigen Quelle.
- Anklang beim Publikum: Ihre Infografik sollte von Ihren bestehenden Lesern gut angenommen werden, aber auch neue Leser anziehen.
- Prägnante und klare Datenpunkte: Fassen Sie sich kurz, prägnant und kommen Sie direkt auf den Punkt. Machen Sie die Informationen leicht verständlich, indem Sie Techniken der Datenvisualisierung wie Balken- und Liniendiagramme zur Darstellung von Statistiken einsetzen.
- Hervorragendes Design: Ihre Infografik sollte auch optisch ansprechend sein. Bleiben Sie Ihrer Marke treu, aber lassen Sie Ihrer Kreativität bei Layout, Farben und Stil freien Lauf. Die Wahl des richtigen Farbschemas und der richtigen Schriftarten sind entscheidende Designelemente, die Grafikdesigner berücksichtigen müssen, um häufige Fehler zu vermeiden.
Beispiel:

Was macht eine schlechte Infografik aus?
Auch hier hängt die Unterscheidung zwischen gut und schlecht teilweise von Ihrer Perspektive ab, doch der Kontext ist entscheidend. Eine schlechte Infografik kann beispielsweise aus der Ferne so aussehen, als würde sie reichlich Daten enthalten, nur weil sie über ein Kreisdiagramm verfügt, aber die darin enthaltenen Informationen erzählen keine aussagekräftige Botschaft, die ein Problem löst.
Zu den schlechtesten Infografiken gehören unter anderem solche, die Folgendes enthalten:
1. Informationen, die Ihr Publikum in die Irre führen
Irreführende Informationen können Ihrer Marke langfristig schaden. In diesem Beispiel versucht Apple anhand von Daten aus „Maps“ zu zeigen, wie viele Menschen während der Quarantäne aufgehört haben, spazieren zu gehen. Das ist jedoch irreführend, da nicht jeder beim Spazierengehen „Maps“ nutzt.

2. Informationen, die keinen Wert haben
Sind die von Ihnen präsentierten Datenpunkte wirklich aussagekräftig? Rechnen Sie die Zahlen in der folgenden Infografik einmal zusammen … es ist fraglich, ob das wirklich 100 % ergibt.

3. Ein Design, das die Leser nicht anspricht
Wenn Ihr Design zu langweilig oder zu aufdringlich ist, kann es dazu führen, dass Leser die Seite verlassen, bevor sie den Inhalt vollständig aufgenommen haben. Diese Infografik ist lediglich eine Ansammlung von Diagrammen, mehr nicht.

4. Visuelle Elemente, die nicht zu Ihrer Marke passen
Bei der Contenterstellung sollte das Erscheinungsbild Ihrer Marke stets im Blick behalten werden. Lassen Sie sich nicht durch eine bestimmte visuelle Darstellung oder einen bestimmten Stil davon ablenken, sich an Ihre Markenrichtlinien zu halten. Man würde zumindest erwarten, dass diese Infografik Bilder von Lebensmitteln enthält. Zudem ist es schwer nachzuvollziehen, welche Marke sich eigentlich hinter dieser Grafik verbirgt.

So verbessern Sie Ihre Infografiken
Wenn es um die Erstellung von Infografiken geht, sollten Sie auf keinen Fall einfach beliebige Zahlen aus dem Internet ziehen, diese in ein Kreisdiagramm einfügen und den Inhalt mit Farben hübsch verpacken. Gründliche Recherche, Planung, Gestaltung und Strukturierung sind entscheidend und helfen Ihnen dabei, eine Infografik mit langer Lebensdauer zu erstellen. Es ist wichtig, häufige Fehler zu vermeiden, wie zum Beispiel die Verwendung irreführender Balkendiagramme oder das Ignorieren der Erzählung.
So entwickeln Sie eine Infografik, die in sozialen Medien, auf Ihrer Website und in anderen Content-Marketing-Kanälen gut ankommt:
- Recherchieren Sie gründlich. Was möchte Ihre Zielgruppe sehen? Suche bei Ihrer Themenrecherche nach Daten und Informationen, die für Ihre Marke relevant sind und Ihren Lesern einen Mehrwert bieten.
- Erstellen Sie eine Gliederung. Eine Gliederung erleichtert die Strukturierung der Informationen und kann Ihnen helfen, zu entscheiden, wie Sie den Inhalt aufbauen, wenn es an der Zeit ist, mit dem Gestaltungsprozess zu beginnen. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um zu entscheiden, welche Art von Infografik Sie erstellen möchten – ob mit Balkendiagrammen, Kurvendiagrammen oder anderen visuellen Elementen.
- Finden Sie wertvolle, zuverlässige Quellen. Glaubwürdigkeit ist das A und O, wenn Sie Content erstellen und teilen. Alle Daten sollten aus hochwertigen Quellen stammen, wenn Sie von Ihrer Zielgruppe als vertrauenswürdig angesehen werden möchten.
- Legen Sie Ihr Design fest. Sobald Ihr Entwurf fertig ist, können Sie mit dem Gestaltungsprozess der Infografik beginnen. Denken Sie daran, Ihre Markenrichtlinien stets einzuhalten. Scheuen Sie sich jedoch nicht davor, ein wenig Spaß zu haben und ein bestimmtes Motiv aufzugreifen, wenn das dazu beiträgt, Ihre Inhalte verständlicher aufzubereiten. Die Verwendung von Vorlagen kann diesen Prozess beschleunigen und es den Designern ermöglichen, sich stärker auf die Typografie und die übergreifende Story zu konzentrieren.
- Nutzen Sie Ihre Infografik und bewerben Sie Ihren Content. Sobald Ihre Infografik fertig und bereit für die Veröffentlichung ist, sollten Sie sie unbedingt verbreiten! Lassen Sie dieses Content-Marketing-Asset nicht ungenutzt. Bewerben Sie sie in den sozialen Medien, versenden Sie sie per E-Mail an Ihre Zielgruppe und veröffentlichen Sie sie in Ihrem Blog. Eine gut formulierte Pressemitteilung kann ebenfalls dazu beitragen, Ihr neuestes visuelles Meisterwerk bekannt zu machen.
Mit dem richtigen Aktionsplan können Sie visuelle Inhalte erstellen und Informationen teilen, die Sie bei Ihrer Zielgruppe im Gedächtnis behalten und dafür sorgen, dass man sich leicht an Ihren Namen erinnert.
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Anmerkung der Redaktion: Aktualisiert im Juli 2024.

